Aktuelle Entwicklungen auf dem Justizgelände

Gut für Bochum!? - Aktuelle Entwicklungen auf dem Justizgelände

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Aktuelle Entwicklungen auf dem Justizgelände

Gut für Bochum!?

Gut für Bochum!?

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

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Gut für Bochum!?

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock
Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

Wegweisend …

Die IHK und der EHV haben im April 2010 eine Stellungnahme zu dieser Entwicklung in der Bochumer Innenstadt abgegeben. Diese kommt zu folgendem Schluss:

  • Die Absicht, auf den freiwerdenden Flächen Einzelhandel anzusiedeln, findet Zustimmung.
  • Es sollen großformatige Geschäftseinheiten angesiedelt werden, die neue, ergänzende Handelsformate des hochwertigen Einzelhandels ermöglichen.
  • Die Verkaufsfläche soll auf maximal 20.000 m² begrenzt werden.
  • Die neue Gebäudestruktur soll sich funktional und städtebaulich in das innerstädtische Wirkungsgeflecht einfügen.
  • Der Bau eines autarken Centers mit einer Verkaufsfläche von 25.000 m2 bis 30.000 m2 und einem Stellplatzangebot von bis zu 1.000 Stellplätzen ist eindeutig überdimensioniert.
  • Starke negative Auswirkungen sind dann für das ummittelbare Umfeld und die Bochumer Innenstadt zu erwarten. Der Bochumer Einzelhandel lehnt daher diese Pläne ab.
  • Die Ausweisung eines Sondergebietes wird für diese Flächen vorgeschlagen. Dadurch ist es möglich, u.a. die Baustruktur, die Verkaufsfläche und die Anzahl der Stellplätze festzulegen. Geschehen ist dies z.B. bei den Bauprojekten „Bilker Arkaden“ in Düsseldorf sowie im „Multi Casa“ in Duisburg.

Die Bochumer City verträgt eine Attraktivierung ihres Angebotes – gerade auch im Hinblick auf den Wettbewerb mit den Städten im nahen Umfeld. Die Ansiedlung von neuen Handelsflächen sollte aber nur ein Teilaspekt sein. Auf das Bochum auch in Zukunft eine beliebte Einkaufsstadt bleibe!

Bochum ist seit Jahrzehnten beliebte Einkaufsstadt. Die Angebotsvielfalt und insbesondere die vielen Modegeschäfte haben besonders in den letzten drei Jahrzehnten viele Käufer in die City gezogen.

Nach dem Umbau von Wertheim und dem Einzug des Einkaufszentrums Drehscheibe/Citypoint etablierte sich erstmalig in Bochum eine neue Einkaufswelt. Auch der Umbau des Kaufhauses Kortum brachte neue Impulse in die City. Nun steht die nächste, große Veränderung der Einkaufslandschaft bevor. Durch die Verlagerung des Amts- und Landgerichts zum Ostring wird im Jahre 2014 eine riesige Fläche mitten in der City frei. Die Lage mit Anbindung an den Husemannplatz und in unmittelbarer Nähe zur Kortumstraße macht auch die Ansiedlung neuer Verkaufsflächen möglich.

Verschiedene Investoren erarbeiten bereits Konzepte. So plant die ECE hier ein neues Einkaufszentrum mit ca. 30.000 m2 Verkaufsflächen zu errichten. Hierfür würde das alte Landgericht mit dem sog. Telekom-Block in Richtung Rathaus erweitert. Die so gewonnene Grundfläche von ca. 20.000 m2 soll dreigeschossig überbaut werden. Dies würde einem Zuwachs der Handelsfläche in der Bochumer City von ca. 30% entsprechen.

Qualität statt Quantität

Die entscheidende Frage für diesen Standort lautet: Wer baut auf diese Grundstücke mit welchen Konzepten? Welche Funktionen nehmen künftig diese Grundstücke ein?

Wenn dort zu große Handelsflächen entstehen, ist zu befürchten, dass ein Teil der bestehenden Händler in der Bochumer Innenstadt einfach nur in die neuen Flächen umziehen und damit Leerstand bzw. eine minderwertige Vermietung hinterlassen. Besonders gilt dies für den City Point und die Drehscheibe, die zu einem großen Teil von Anbietern gefüllt sind, die in einem typischen Einkaufscenter vertreten sind.

Also kommt es ganz wesentlich auf die Struktur und die Qualität der Vermietung an. Wenn neue Geschäfte nach Bochum kommen, die harmonisch in die City passen, ist dies eine Bereicherung. Auch größere Geschäfte mit mehreren hundert Quadratmetern Grundfläche könnten dann ihr Angebot in der Bochum City erweitern.

Handel kann aber nur ein Teilaspekt sein. Entscheidend ist, was die Bochumer City für Ihre Bürger in den nächsten Jahrzehnten anbieten muss. Neben dem Handel gehört dazu noch attraktives Wohnen in der Innenstadt, Gastrononmie, Kultur, Lehre, Hotels und medizinische Versorgung.

Weiterführende Literatur zum Thema:

Rolf Junker, Gerd Kühn, Christina Nitz, Holger Pump-Uhlmann - „Wirkungsanalyse großer innerstädtischer Einkaufscenter“, Edition Difu
Brune, Junker, Pump-Uhlmann - „Angriff auf die City“ / Droste Sachbuch

Blick auf die Bochumer City

Im Vordergrund links sehen Sie die Stadtbad-Galerie, schräg dahinter die Sparkasse Bochum mit Ihrem Hauptsitz. Dahinter der Dr.-Ruer-Platz mit der angrenzenden Huestraße. Diese führt rechts zum Husemannplatz mit dem Gebäudekomplex des Landgerichts. Weiter nach rechts schließt sich der sog. Telekom-Block an und am äußersten rechten Bildrand sehen Sie City-Point und Drehscheibe mit dem dahinter liegenden Rathaus-Platz.

Das Luftbild zeigt Ihnen eindrucksvoll die Größenordnung der geplanten Bebauung mit ca. 20.000qm Verkaufsfläche.

Auf dem kleinen Bild unten erkennen Sie, dass alle Handelshäuser mit über 2.000 m2 Verkaufsfläche mit ihren Grundmaßen auf diese geplante Bebauungsfläche passen.

Die zukünftige Nutzung von Justizgebäude und Telekomblock

© Interessengemeinschaft Boulevard


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